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Rubrikgrafik Aktuelles

Machbarkeitsstudie Menden - Hemer

Sachstand Machbarkeitsstudie Bahnstrecke Hemer - Menden

Gemäß dem Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sollen für die Strecke Menden - Hemer (- Iserlohn) Möglichkeiten für einen zukünftigen Verkehr auf der Schiene geprüft werden. Auf dieser Grundlage hat sich Anfang 2013 ein Arbeitskreis konstituiert, der die Untersuchung begleitet.

Der Arbeitskreis setzt sich wie folgt zusammen: Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe (ZRL), Städte Menden, Hemer und Iserlohn, Märkischer Kreis, Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), Wirtschaftsinitiative Nordkreis (WIN), Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG), Busverkehr Ruhr-Sieg (BRS), DB Regio sowie den Gruppierungen Oesetalbahnverein, Eisenbahnfreunde Hönnetal und Verkehrsclub Deutschland (VCD). Moderiert wird der Arbeitskreis von Herrn Prof. Dr. Hartwig, dem Seniorprofessor des Instituts für Verkehrswissenschaft der Uni Münster.

Zu Beginn der Arbeiten hat sich der Arbeitskreis darauf verständigt, dass im Fokus der Untersuchungen zwar der Streckenabschnitt Hemer - Menden steht, aber geprüft werden soll, wie dieser Bereich effektiv insbesondere an das Oberzentrum Dortmund und über die Verknüpfungspunkte an das übrige Streckennetz angebunden werden kann. Grundlage dafür ist das für die Betriebsaufnahme Dezember 2016 neu vergebene Sauerland-Netz, das die Reisezeit der Verbindung Menden - Dortmund durch optimierte Anschlüsse in Fröndenberg von 57 Minuten auf 35 Minuten, also um insgesamt 22 Minuten, verkürzen wird.

In Abstimmung mit dem Arbeitskreis wurde Ende August 2013 das Ingenieurbüro Vössing beauftragt, mögliche Betriebskonzeptionen und die damit verbundenen Betriebs- und Investitionskosten zu ermitteln. Das Ingenieurbüro Vössing arbeitet in diesem Zusammenhang eng mit dem Schweizer Ingenieurbüro sma und Partner, das die Fahrplanentwicklung der letzten Jahre in NRW begleitet hat, zusammen. In einem ersten Schritt haben die Gutachter mehrere denkbare Betriebskonzeptionen ausgearbeitet und dem Arbeitskreis am 9. Dezember 2013 vorgestellt. Nach intensiver Diskussion hat man sich auf zwei Varianten verständigt.

Bei der einen Variante wird eine stündliche Linie Unna - Fröndenberg - Menden nach Hemer verlängert. Damit wären für Hemer recht gute Anschlüsse in Fröndenberg (von / nach Hagen) und in Unna (von / nach Dortmund und Soest) möglich.
Die andere Variante hat eine zusätzliche Linie Dortmund - Fröndenberg - Menden - Hemer zum Gegenstand. Diese ungleich aufwändigere Variante würde neben einer schnellen Direktverbindung zusätzliche Verbesserungen für das Obere Ruhrtal und auch für die Strecke nach Iserlohn möglich machen.
Jetzt wurden die Gutachter beauftragt, diese beiden Varianten hinsichtlich der detaillierten Investitions- und Betriebskosten weiter zu konkretisieren.

Die Ergebnisse sollen Ende Mai 2014 vorliegen. Aufbauend auf diesem ersten Untersuchungsschritt wird dann eine Potentialanalyse und eine Nutzen-Kosten-Berechnung beauftragt. Diese sind zwingend erforderlich, denn nur bei einem positiven Nutzen-Kosten-Faktor ist es möglich, die Maßnahme zur Aufnahme in den Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL) zu beantragen. Die Aufnahme in den Nahverkehrsplan ist die Voraussetzung dafür, dass der NWL das Projekt für die Ausbauprogramme des Landes NRW anmelden kann. Wie bereits im Nahverkehrsplan des NWL ausgeführt, ist eine Reaktivierung der Strecke Hemer - Menden auch bei einem positiven Ergebnis der Machbarkeitsstudie somit langfristig orientiert.

Mit dem Abschluss der gesamten Untersuchung rechnet der Arbeitskreis Anfang 2015.

Fahrplan- und Tarifauskunft

Ansprechpartner

Zweckverband Ruhr-Lippe

Uli Beele
– Pressesprecher –
Friedrich-Ebert-Straße 19
59425 Unna
Telefon: 02303 25316-12
E-Mail: beele@zrl.de