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Neues Stationspreissystem

Neues Stationspreissystem belastet den ZRL jährlich mit 2,3 Millionen Euro: Infrastrukturausbau in der Region gefährdet

In der 67. Sitzung der Verbandsversammlung des ZRL am 9. Dezember 2010 wurden wichtige Themen behandelt, die für die Zukunftsfähigkeit des regionalen Bahnverkehrs entscheidend sind.

Neben der Förderung der Fahrgastinformation im Raum Ruhr-Lippe für 2011, Sachstandberichtes zum Investitionsprogramm des ZRL sowie des Positionspapiers des NWL zum RRX waren das neue Stationspreissystem der DB und der Ausbau der Strecken Obere Ruhrtalbahn und Ruhr-Sieg-Strecke die zentralen Themen der Sitzung.

Neues Stationspreissystem

Mitte November hat die DB Station & Service ihre neuen Stationspreise ab 2011 bekannt gegeben. Die Einstufung der Stationen wird nach einer neuen Methodik vorgenommen, außerdem sind neue Zuglängenfaktoren hinzugekommen. Zusammen mit einer Anpassung der Preissystematik führt das zu den jährlichen Mehrbelastungen für den ZRL in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Im NWL-Gebiet liegen die Preissteigerungen bei circa 7 Millionen Euro/Jahr.

Überprüfung der Maßnahmen Ruhr-Sieg-Strecke und Obere Ruhrtalbahn im Bundesverkehrswegeplan (BVWP)

Der ZRL unterstützt die Resolution des Regionalrates Arnsberg und fordert, die vom Bundesminister für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung angekündigte vollständige Absage des im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesschienenwege enthaltenen und dringend gebotenen Ausbaus der Ruhr-Sieg-Strecke und der Oberen Ruhrtalbahn zu überprüfen und zurückzunehmen.

Hintergrund: Nach § 4 Absatz 1 des Gesetzes über den Ausbau der Schienenwege des Bundes sowie des Fernstraßenausbaugesetzes hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Bedarfspläne alle fünf Jahre darauf zu überprüfen, ob sie der Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung anzupassen sind. Die aktuellen Bedarfspläne wurden 2004 verabschiedet und in den Jahren 2009/2010 auf Basis der Verkehrsprognose für 2025 überprüft. Projekte, die in der Bewertung des Nutzens im Vergleich zu den Kosten nur einen Wert unter 1 erreichen, werden nicht in das Zielnetz des nächsten Bundesverkehrswegeplans 2015 übernommen.

Im Zuge der Neubewertung haben die Maßnahmen Obere Ruhrtalbahn (alt: +2,5; neu: -1,6) und Ruhr-Sieg-Strecke (1. Bauabschnitt neu: -4,1) ein negatives Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielt. Auch der Streckenabschnitt Lünen – Münster (zweigleisiger Ausbau) hat demnach eine Baukostensteigerung von 177 Mio. EUR auf 377 Mio. EUR mit entsprechender Verschlechterung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses von 4,0 auf 1,1 zu verzeichnen.

Fahrplan- und Tarifauskunft

Ansprechpartner

Zweckverband Ruhr-Lippe

Victoria Passmann
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