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Hellweg-Netz

Vertrag unterzeichnet: ab Dezember fährt die Eurobahn - Vorbereitungen im Plan

Mit der feierlichen Unterzeichnung des Verkehrsvertrags beginnt für die Eurobahn die "heiße Phase": Das private Eisenbahn-Unternehmen übernimmt ab 14. Dezember 2008 den Verkehr auf dem sogenannten Hellweg-Netz, bestehend aus den vier RegionalBahn-Linien: RB 50, "Der Lünener", Münster - Lünen - Dortmund; RB 59, "Hellweg-Bahn", Dortmund - Unna - Soest; RB 69, "Ems-Börde-Bahn", Münster - Hamm - Bielefeld und RB 89, "Ems-Börde-Bahn", Münster - Hamm - Paderborn - Warburg. Die Eurobahn hatte diese Strecken nach einer europaweiten Ausschreibung gewonnen.
Vertragsunterzeichnung
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Vertragsunterzeichnung am 25. Juni 2008 in Hamm

Mit ihrer Unterschrift unter den 73-seitigen Verkehrsvertrag haben fünf Aufgabenträger bei der Eurobahn Fahrten von 5,6 Millionen Zugkilometern pro Jahr bestellt: der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (NPH), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL), Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) und Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM). An der Menge der gefahrenen Zugkilometer wird sich gegenüber heute nichts ändern und der bewährte Fahrplan bleibt weitgehend erhalten. Bei der Qualität hingegen ändert sich eine ganze Menge. So wird die Eurobahn moderne, fabrikneue Fahrzeuge vom Typ "FLIRT" auf den Linien einsetzen, die sprintstark, hell und komfortabel sind. Die Niederflur-Triebwagen sind durchgängig von vorn bis hinten ohne Stufen begehbar und besitzen zwei behindertengerechte Toiletten.

Thomas Hunsteger-Petermann, Oberbürgermeister der Stadt Hamm, freut sich, dass sich wieder ein Eisenbahnunternehmen in seiner Stadt niederlässt: "Die Eisenbahn hat für Hamm traditionell eine große Bedeutung. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Ansiedlung der Eurobahn für unsere Stadt ein Gewinn". Mit der Werkstatt in Hamm-Heessen und dem Verwaltungssitz in der Innenstadt von Hamm bekenne sich die Eurobahn zu der Region und schaffe hier vor Ort dauerhaft Arbeitsplätze.

Winfried Stork, Verbandsvorsteher des ZRL und des Dach-Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), betont die Wichtigkeit des Wettbewerbs im Bereich SPNV für die Aufgabenträger: "Mit den bereits in den vergangenen Jahren im Wettbewerb vergebenen Leistungen, dem Hellweg-Netz und den bereits getroffenen Vergabeentscheidungen sind in Westfalen bereits 3/4 der Leistungen in europaweiten Vergabeverfahren beauftragt". Dabei betrachte er mit Sorge die Entwicklung der Angebotskürzungen der DB im Fernverkehr, gerade auf der Mitte-Deutschland-Verbindung. "Unsere Aufgabe muss es sein, hier eine tragfähige und zukunftsfähige Konzeption zu entwickeln und voranzutreiben, damit der Hellwegkorridor auch langfristig neben dem Standbein des SPNV auch im höherwertigen überregionalen Verkehr eingebunden wird".

Hans Leister, Geschäftsführer der Keolis-Deutschland, freut sich insbesondere für die Fahrgäste in der Region. Die Eurobahn werde neue Maßstäbe im Bereich Kundennähe und Service setzen, verspricht Leister: "Keolis ist als modernes Verkehrsunternehmen in vielen Ländern Europas und in Kanada unterwegs und bewegt 1,8 Milliarden Menschen pro Jahr. Zug um Zug erweitern wir unsere Netze und nehmen an vielen Ausschreibungen teil." Die Eurobahn habe sich bereits seit 2000 einen Namen als privates Eisenbahnunternehmen gemacht und fährt vom Standort Bielefeld aus in Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsen auf vier RegionalBahn-Linien. Diese vier Linien und der dortige Standort samt Werkstatt bleiben auch mit dem Hellweg-Netz der Stadt Bielefeld weiterhin treu.

Martin Husmann, VRR-Vorstandssprecher, blickt ein wenig weiter in die Zukunft, als er die Stärkung im Wettbewerb durch die Vergabe des Maas-Rhein-Lippe-Netzes zum Dezember 2009 beleuchtet: "Auch hier wird die Eurobahn den Betrieb übernehmen und fährt dann auf den beiden RegionalExpress-Linien RE 3, Rhein Emscher-Express und RE 13, Maas-Wupper-Express." Die gleichen gelb-weißen FLIRT-Triebwagen, wie sie auch beim Hellweg-Netz zum Einsatz kommen, fahren dann zwischen Hamm, Düsseldorf und Venlo.

Im Anschluss an die feierliche Vertragsunterzeichnung konnten die Gäste aus Politik und Wirtschaft schon einmal Probe fahren: Vom Bahnhof Hamm (Westf) aus fuhr ein fabrikneuer Elektro-Triebwagen an der entstehenden Werkstatt der Eurobahn in Heessen mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h vorbei bis Neubeckum und zurück.

FLIRT
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Der neue FLIRT am Bahnhof Hamm (Westf.)

Fahrplan- und Tarifauskunft

Zweckverband Ruhr-Lippe

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