Entscheidung zur Vergabe des Maas-Rhein-Lippe-Netzes gefallen
Grundlage für den Zuschlag waren der optimale Mix von Preis und Qualität, wobei der Preis mit 90% und die Qualität mit 10% bewertet wurden. „Bezüglich der Qualität waren vor allem die vorhandenen Kapazitäten und die Sitzabstände in den Fahrzeugen ausschlaggebend", erklärt Martin Husmann, Vorstandssprecher des VRR. Weitere Qualitätsstandards wurden über hohe Mindestanforderungen sichergestellt. Darüber hinaus schafft ein neues System Anreiz für das Unternehmen, sich um Komfort für die Fahrgäste zu bemühen. „So erhält der Betreiber bei einem Zugewinn von Fahrgästen Bonuszahlungen, bei einem Verlust von Fahrgästen wird dagegen ein Malus fällig", ergänzt Burkhard Bastisch, Geschäftsführer des ZRL.
Die Rhenus Keolis GmbH & Co. KG mit Geschäftssitz in Mainz hat erst vor kurzem das Vergabeverfahren zum „Hellweg-Netz" (RB 50 Dortmund – Lünen – Münster, RB 59 Dortmund – Unna – Soest, RB 69 Münster – Hamm – Bielefeld, RB 89 Münster – Hamm – Paderborn – Warburg) für sich entschieden. Außerdem betreibt das Unternehmen unter der Marke „eurobahn" verschiedene Linien im Schienenpersonennahverkehr (unter anderem die Strecken Bielefeld – Rahden und Bielefeld – Lemgo).
VRR und ZRL erhoffen sich von dieser Vergabeentscheidung, dass die Qualität des Verkehrsangebotes weiterhin gesteigert werden kann bei gleichzeitig stabilem bzw. reduziertem Einsatz von Finanzmitteln. Nach der Entscheidung für Rhenus Keolis wird nun noch eine zweiwöchige Einspruchsfrist bis zur endgültigen Zuschlagserteilung eingehalten. Nach Ablauf dieser Frist wird mit dem Unternehmen ein Vertrag zur Verkehrsdurchführung auf der Grundlage des Verhandlungsergebnisses abgeschlossen.

