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Chaos auf der RB 59, Hellweg-Bahn

Chaos auf der RB 59, Hellweg-Bahn - Der ZRL droht der DB mit drastischen Konsequenzen

Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Ruhr-Lippe (ZRL) vom 12. November 2007 reagiert auf die massiven Probleme der RB 59, Hellweg-Bahn.

In den letzten Wochen häufen sich auf der Bahnverbindung Dortmund – Unna – Soest die Ausfälle und Verspätungen. Hinzu kommen noch erhebliche Sauberkeits- und Qualitätsprobleme, zum Beispiel ganzflächige Graffiti auf den Fahrzeugen. In der Summe wird den Fahrgästen auf dieser stark frequentierten Strecke derzeit eine völlig unzumutbare Situation geboten. 

Die ZRL-Verbandsversammlung hat daher am 12. November 2007 beschlossen, folgende Möglichkeiten zu prüfen:

  • Durch die massiven Ausfälle und die hohen Verspätungen ist eine Unzuverlässigkeit erreicht, die die gesamte Bedienungsqualität der Linie in Frage stellt. Daher wird der ZRL prüfen, ob neben den ohnehin vertraglich fälligen Strafen bei solch einer desolaten Betriebsqualität überhaupt eine Zahlungsverpflichtung für die RB 59 besteht.
  • Die für Dezember 2008 vorgesehene Betriebsaufnahme der Eurobahn, die mit fabrikneuen Fahrzeugen auch die Verbindung Dortmund – Unna – Soest übernehmen wird, soll möglichst schon früher erfolgen. Dazu werden die rechtlichen und technischen Bedingungen geprüft.
  • Als Sofortmaßnahme wird darüber hinaus gefordert, dass die freiwerdenden Fahrzeuge der Baureihe ET 425, die wegen der Betriebsaufnahmen in Westfalen dort von der Deutschen Bahn AG (DB AG) nicht mehr benötigt werden, zur Entlastung des überalterten Materials der Hellweg-Bahn eingesetzt werden. 

Auch die heute beginnende dreitägige Bahn-Fachmesse #railtec in den Dortmunder Westfalenhallen – die Hellweg-Bahn ist hier einer der Zubringer – soll genutzt werden, um auf die unhaltbaren Zustände dieser wichtigen regionalen Bahnverbindung hinzuweisen. Hier tritt die DB AG als einer der Hauptsponsoren auf und zeigt sich auf der Zubringerlinie RB 59 von ihrer schlechtesten Seite.

„Bereits in der Vergangenheit haben wir unseren Vertragspartner, die DB Regio NRW, auf die schlechte Qualität der Hellweg-Bahn hingewiesen und auf schnelle und spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste gedrängt – geschehen ist aber kaum etwas. Die neuerliche, weitere Verschlechterung auf dieser Strecke zwingt uns jetzt, härtere Konsequenzen zu ziehen”, erklärte der Verbandsvorsteher Winfried Stork.

Die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Soest wird täglich von mehreren Tausend Reisenden genutzt. Sie ist Teil des „Hellweg-Netzes”, das im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung an die Eurobahn vergeben wurde – einem Bahnunternehmen der Keolis-Gruppe. Dieses Unternehmen wird ab Dezember 2008 den Betrieb mit neuen Elektrotriebwagen vom Typ „FLIRT” der Firma Stadler (mit Sitz in Berlin) aufnehmen.

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Ansprechpartner

Zweckverband Ruhr-Lippe

Uli Beele
Friedrich-Ebert-Straße 19
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Telefax: 02303 25316-99
E-Mail: beele@zrl.de