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Rubrikgrafik Aktuelles

Weiterer Ausbau der Oberen Ruhrtalbahn

Fortführung der Ausbaumaßnahmen an der Oberen Ruhrtalbahn vom Regionalrat empfohlen

Verkehrskommission des Regionalrates setzt ein deutliches Votum

Im Vorfeld der Beratungen für die Sitzung des Regionalrates in Arnsberg am 09.02.06 hat die Verkehrskommission des Regionalrates ein deutliches Votum für die Aufnahme der Oberen Ruhrtalbahn in die Landesliste im Rahmen des neuen Gesetzes zur Aufstellung der Integrierten Gesamtverkehrsplanung des Landes NRW (IGVP) abgegeben.

Der Ausbau der Strecke hat in den vergangenen Jahren bereits einige Fortschritte gezeigt, da in den Oberbau und in die Signaltechnik investiert wurde. Zur Abrundung der Maßnahmen fehlen die für die Fahrplanstabilität und für die Streckenkapazität notwendigen Ausbauten im Bereich der Bahnhöfe, die heute noch niveaugleiche Bahnsteigzugänge besitzen wie z.B. in Neheim-Hüsten. Mit dem Neubau von Bahnsteigen gegenüber den Hausbahnsteigen soll erreicht werden, dass Züge gleichzeitig im Bahnhof halten bzw. durchfahren können. Dies ist heute aus Sicherheitsgründen nicht möglich, so Winfried Stork, der Verbandsvorsteher des ZRL. Damit besitzt der Fahrplan kaum Spielräume, was sich insbesondere bei der Vielzahl der Sonderverkehre nach Winterberg und Willingen mit erheblichen Verspätungen auswirken kann.

Insgesamt sind 21,4 Mio. € für den weiteren Ausbau vorgesehen. Darüber hinaus ist ab 2015 die Obere Ruhrtalbahn derzeit als Maßnahme im Bundesverkehrswegeplan BWVP für den endgültigen Ausbau der Neigetechnik vorgeschlagen. Unter diesen Voraussetzungen sieht der Regionalrat gute Chancen der Strecke für die Aufnahme in die Landesliste, obwohl in den nächsten 10 Jahren für den Schienenverkehr in ganz NRW nur knapp 300 Mio. € zur Verfügung stehen werden.

Ein weitaus größeres Finanzierungsproblem ist bei dem stark belasteten Streckenabschnitt Dortmund - Kamen - Hamm zu erwarten. Diese Maßnahme konnte wegen ihres Gesamtumfangs nicht in die Liste aufgenommen werden, weil die Ausbaukosten mit ca. 500 Mio. € die Landesliste gesprengt hätte. Allerdings hat der Regionalrat die Empfehlung ausgesprochen, dass zwischen Bund und Land eine Verständigung über den Ausbaubedarf herbeigeführt wird und vorrangig zunächst die Knoten Hamm und Dortmund ausgebaut werden müssten. Inwieweit die Planungen zum Rhein-Ruhr-Express über Dortmund hinaus neue Impulse setzen werden, bleibt aus Sicht des ZRL abzuwarten, so Burkhard Bastisch, Geschäftsführer des ZRL.

Die Empfehlungen des Regionalrates müssen allerdings auch für die im März anstehende Beratung der Ergebnisse der IGVP im Bau- und Verkehrsausschuss des Rates Bestand haben, damit die Region sich überhaupt mit einem Schienenprojekt im Raum Ruhr-Lippe wiederfinden kann. Die regionale Ausgewogenheit gehört aus Sicht des ZRL ebenfalls in die Betrachtung der Prioritätensetzung aller Schienenprojekte in NRW.

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