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MDV-Verbindung

MDV-Verbindung

ZRL fordert ein gemeinsames Konzept von Fern- und Nahverkehrsleistungen für die Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV)

Am 14.12.05 ist in Meschede in der Verbandsversammlung des ZRL ein von den anliegenden Zweckverbänden VRR, ZRL, nph und NVV konzipiertes Planungskonzept für den Wegfall einzelner Fernverkehrsleistungen im Dezember 2006 der MDV vorgestellt worden. Die Reduzierung der Zugpaare im Fernverkehr von 9/8 auf 6/5 Leistungen pro Tag würde für die Hellwegstrecke erhebliche Angebotslücken in den Tagesrandlagen und in der Mittagslage bedeuten. Ab Dezember 2006 soll in Richtung Düsseldorf kein Fernverkehr mit Ankünften vor 12.00 Uhr verkehren. In Gegenrichtung soll ab Düsseldorf kein Fernverkehr mehr nach 16.00 Uhr fahren. Für viele Fernpendler bedeutet dies, sich entweder in der Abfahrtszeit neu zu orientieren bzw. auf die Nahverkehrsverbindungen mit Umstieg in Hamm zurückzugreifen.

Das vom ZRL in Abstimmung mit den anliegenden Zweckverbänden erarbeitete Konzept sieht vor, dass mehr Züge der RE 11 zwischen Düsseldorf und Paderborn verkehren. Auf der Grundlage des Verkehrsvertrages zwischen dem ZRL und DB Regio NRW könnten nach derzeitigem Stand die vorgesehenen Investitionen für 2007 von 4 neuen Zügen der RE 11 (E-Lok BR 111 mit je 4 Doppelstockwagen) bereits schon in einem Jahr zur Verfügung stehen. Damit könnte auch der Fahrplan der RE 11 auf der Hellwegstrecke dem Fernverkehr angepasst werden, weil diese Züge bis zu 160 Km/h schnell fahren können. Um die Fernverkehrslücken zwischen Düsseldorf und Paderborn zu schließen, müsste ein weiterer Zug angeschafft werden. Damit könnte, so Burkhard Bastisch Geschäftsführer des ZRL, sogar ein echter Stundentakt zwischen Fern- und Regionalverkehr auf diesem Linienabschnitt entstehen.

Erforderlich hierfür sind sowohl weitere Investition für dieses Zugpaar sowie die Bereitstellung von Mitteln, um ca. 410.000 Zugkm in NRW zu finanzieren. Der ZRL fordert deshalb, die Unterstützung der MDV seitens des Landes in Höhe von ca. 1,4 Mio. € beizubehalten und für die Aufwertung der Regionalverbindung zu verwenden. Allerdings wird dieser Betrag alleine nicht ausreichen, die Leistungen zu bestellen, sondern es besteht auch die Forderung der Zweckverbände an das Land NW, den SPNV- Finanzierungsplan entsprechend anzupassen.

Auf der Basis dieses Konzeptes sieht der ZRL auch die Möglichkeit, 2 Fahrlagen der RE 11 nach Kassel zu verlängern. Eine davon sollte sogar bis nach Eisenach geführt werden. Im Zusammenhang mit der langfristigen Perspektive für die Hellwegstrecke betonte Winfried Stork, Verbandsvorsteher des ZRL, dass von NRW aus über Kassel bis nach Thüringen (Erfurt) eine hochwertige Regionalverbindung aufgebaut werden müsste, die der Qualität des früheren Interregio nahe kommen müsste. Diese Zukunft wird auch vom Schweizer Planungsbüro SMA aus Zürich bekräftigt, das für NRW seit Jahren die Fahrplankonzeption begleitet und entwickelt.

Technische Probleme bereiten derzeit die Sicherheitsvorkehrungen für den Eggetunnel. Denn nur Züge mit einer Notbremsüberbrückung dürfen heute durch den Tunnel fahren. Die eingesetzten E-Loks im Regionalverkehr in NRW müssten mit einer weiteren Investition nachgerüstet werden, so dass ab Dezember 2006 voraussichtlich noch keine Züge der RE 11 nach Kassel verlängert werden können. Inwieweit Anschlusszüge ET 425 ab Paderborn bereitgestellt werden können, ist derzeit noch offen. Auch der Nordhessische Verkehrsverbund müsste seine Absicht, mindestens 2 Zugpaare zu bestellen, dann auch tatsächlich in die Tat umsetzen.

Die Probleme der Bedienung der Hellwegstrecke haben aber deutlich gemacht, so Winfried Stork, dass auf der Basis eines hochwertigen Regionalverkehrs durch eine aufgewertete Linie, wie der RE 11, neues Fahrgastpotential erschlossen werden kann. Die Verbandsversammlung forderte deshalb auch nachhaltig die Einbeziehung der Hellwegstrecke in die Gesamtkonzeption des Rhein-Ruhr-Express-Liniennetzes. Eine umsteigefreie schnelle Verbindung von der Hellwegstrecke ins Ruhrgebiet und an die Rheinachse mit der Perspektive, auch Köln zu erschließen, wäre eine zukunftsweisende Planung.

Fahrplan- und Tarifauskunft

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