ZRL schafft Klarheit zum Bahnverkehr von Brügge über Marienheide nach Gummersbach
Dabei machte die Verbandsversammlung deutlich, dass im Rahmen dieser Verhandlungen auf die Qualität der künftigen Verkehrsbedienung und insbesondere auf die Realisierung einer durchgehenden Schienenverbindung Köln – Gummersbach – Meinerzhagen – Brügge – Lüdenscheid großer Wert gelegt wird, um hier den künftigen Nutzern auch eine verkehrlich interessante Schienenrelation anbieten zu können.
Denn aus Sicht des Zweckverbandes SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) wird nur mit dieser Direktverbindung das verkehrliche Konzept in einer ausreichenden Qualität erreicht: Nur damit lassen sich in Brügge die entsprechende Anschlüsse von und nach Hagen beziehungsweise Dortmund herstellen.
Dementsprechend wird der ZRL rechtzeitig Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) über die künftigen vertraglichen Regelungen zur Betriebsdurchführung aufnehmen. Die RB 25, Oberbergische Bahn, Köln – Gummersbach – Marienheide ist in einem Vertrag bis 2013 an die Deutsche Bahn AG (DB AG) gebunden.
Zur Absicherung der erforderlichen Investitionen ist eine entsprechende Bestellgarantie für die Betriebsleistungen erforderlich. Diesbezüglich hat die Verbandsversammlung mehrheitlich beschlossen, eine Bestellgarantie für die Nutzung der zu fördernden Infrastruktur für maximal 20 Jahre auszusprechen.
Der Umfang der Verkehrsleistungen basiert auf den zusätzlich für diese Maßnahme bereitgestellten Finanzmitteln des jeweils gültigen SPNV-Finanzierungplans. In diesem Finanzierungsplan werden gemäß dem ÖPNV-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) die vom Land bereitgestellten Transfermittel zur Finanzierung der SPNV-Leistungen in NRW den Zweckverbänden zugewiesen.
Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt, dass zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt werden. Immerhin müssen circa 300.000 Zugkilometer für einen Stundentakt auf der Strecke Lüdenscheid – Gummersbach im Gebiet des ZRL jährlich zusätzlich bestellt werden.
"Mit dieser Beschlusslage sind im ZRL, so Verbandsvorsteher Winfried Stork, die formalen Hindernisse beseitigt. Nun könnte auch vom DB AG-Vorstand grünes Licht für die Investitionen signalisiert werden. Jetzt sind DB Netz AG, DB Station & Service AG und das Land NRW als Fördergeber am Zug, für eine zügige Umsetzung zu sorgen".
Auch vor Ort sind noch einige Probleme zu beseitigen. Dies gilt in erster Linie für die vielen noch zu sichernden und zu beseitigenden Bahnübergänge.

