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Resolution des ZRL

Resolution des ZRL zum beabsichtigten Linienschwenk der Mitte-Deutschland-Verbindung

Die Verbandsversammlung des Zweckverbands SPNV Ruhr-Lippe hat in ihrer heutigen Sitzung in Lüdenscheid eine Resolution beschlossen, in der die von der Deutschen Bahn AG geplante Linienänderung der Mitte-Deutschland-Verbindung abgelehnt wird. Hintergrund sind die Planungen der Deutschen Bahn gegebenenfalls schon zum 13. Juni 2004, die ICE/IC-Linie 51 von Erfurt über Kassel, Paderborn, Lippstadt, Soest, Hamm, Dortmund nach Düsseldorf ab Hamm künftig nicht mehr durchs Ruhrgebiet nach Düsseldorf, sondern über Hagen und Wuppertal nach Köln zu führen.

"Wir fordern die Deutsche Bahn AG (DB AG) auf, diese ICE-Verbindung in ihrem Linienverlauf westlich von Hamm unverändert zu belassen", so Verbandsvorsteher Winfried Stork. "Die bekannt gewordenen Planungen, die Linie ab Hamm über Hagen und Wuppertal nach Köln zu verschwenken, lehnen wir ab", so Stork weiter.

Wie Wilhelm Riebniger, Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL), betont, ist die Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) für die Wirtschaftsräume der Kreise Soest, Paderborn, Höxter und der Region Nordhessen mit Kassel bis hin nach Thüringen das Rückgrat, um auf der Schiene schnell und vor allem umsteigefrei und bequem die Hauptzentren des Wirtschaftraums Ruhrgebiets Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg und Düsseldorf zu erreichen. "Eine Änderung des Linienwegs entspricht nicht den überwiegenden Nachfragepotentialen der Fahrgäste aus der Hellweg-Region", so Riebniger. "Mindestens 70 bis 80 Prozent der Fahrgäste fahren heute mit dem InterCity (IC) schnell und umsteigefrei ins zentrale Ruhrgebiet".

Die Verbandsversammlung des ZRL rügt zudem die ungenügende Informationspolitik der DB AG. "Wir haben Ende 2002 erst die zweite Stufe des gemeinsam abgestimmten Integralen Taktfahrplans für ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) in Betrieb genommen. Da kann es doch nicht sein, dass nun ein nicht ganz unwesentlicher Partner einseitig und ohne offizielle Information der Übrigen mitten im Jahr elementare Änderungen vornehmen will", wendet sich Verbandsvorsteher Stork gegen die Pläne der DB AG.

"Auch das Land haben wir in der Resolution aufgefordert, sich intensiv für die Beibehaltung des Laufwegs einzusetzen", ergänzt Riebniger. Immerhin werden von den Bundesländern Nahverkehrsmittel für diese Linie eingesetzt. Hintergrund hierfür ist eine Vereinbarung des Landes NRW mit der DB AG, die nun diskutierte ICE-Line als Auffanglösung für die ehemalige InterRegio-Linie finanziell zu stützen. In der Vereinbarung ist bis Ende 2006 unter anderem auch der bisherige Linienweg mit seinen Halten festgehalten.



Weitere Informationen zum Herunterladen:

  • Resolution
    Die Resulution des Zweckverbandes SPNV Ruhr-Lippe zur Mitte-Deutschland-Verbindung.
    PDF-Datei / 16 KB

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