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Rubrikgrafik Aktuelles

Weiterentwicklung der Infrastruktur

Weiterentwicklung der Infrastruktur unter ungünstigen Rahmenbedingungen

Im Bereich der dringend erforderlichen Weiterentwicklung der Strecken- und Bahnhofsinfrastruktur ging es im Jahr 2003 nur schleppend voran. Hinter zentralen Ausbauerfordernissen im Raum Ruhr-Lippe stehen weiter Fragezeichen.

Der Ausbau der Strecke Dortmund – Kamen – Hamm konnte nicht im Bundesverkehrswegeplan platziert werden, nun wird es darum gehen, das Vorhaben in die noch anstehenden parlamentarischen Beratungen zu den Ausbaugesetzen einzubringen. "Zumindest eine Stufenkonzeption mit detaillierten Einzelmaßnahmen muss her", so Verbandsvorsteher Winfried Stork anlässlich der Jahrespressekonferenz des ZRL in Unna. "Wenn man die Flaschenhälse im Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen (NRW) nicht aufweitet, wird es zu keiner Stabilisierung und Weiterentwicklung kommen", so Winfried Stork weiter. Und dass neben dem Knoten Köln hierzu insbesondere die Bahnhöfe Hamm und Dortmund zählen, hierüber sind sich die Verkehrsexperten in NRW einig.

Auch für den Ausbau der Oberen Ruhrtalbahn einschließlich der Reaktivierung des Abschnittes nach Brilon Stadt stehen die Signale noch nicht auf Grün. Planerisch sind die Einzelmaßnahmen weit vorangeschritten. Für die Streckeninfrastruktur und für die Bahnhöfe wurden die Vorentwurfsplanungen weitgehend abgeschlossen. Jetzt geht es um die Finanzierung. Die Startvoraussetzungen sind durchaus nicht schlecht, da die Maßnahme bereits im vom Land NRW beschlossenen ÖPNV-Ausbauplan des Landes enthalten ist. Allerdings sind im Rahmen gekürzter Mittelansätze die finanziellen Spielräume deutlich enger geworden.

Abgeschlossen sind auch die Vorentwurfsplanungen für die zweite Ausbaustufe der Reaktivierung des Personenverkehrs im Abschnitt Marienheide – Brügge, der Verkehr zwischen Gummersbach und Marienheide wurde bereits am 18. April 2003 aufgenommen. Unter den Voraussetzungen entsprechender Finanzierungszusagen für die Investitionen und den Fahrbetrieb soll der Verkehr Ende 2006 aufgenommen werden.

Bei den Modernisierungsmaßnahmen an den Verkehrsstationen sind im Raum Ruhr-Lippe zwar zahlreiche Maßnahmen entlang der Hellwegstrecke mit den Bahnhöfen Lünern, Hemmerde, Westönnen, Unna und Lippstadt fast abgeschlossen, viele Einzelmaßnahmen stehen allerdings insgesamt derzeit aufgrund erforderlicher Einsparungen und deutlichen Kostensteigerungen gegenüber den ersten Ansätzen auf dem Prüfstand. Der hierzu zwischen dem Land NRW und der DB Station & Service AG zu schließende Vertrag wird derzeit endverhandelt. Insbesondere auch für Maßnahmen außerhalb der Modernisierungsoffensive sind die Entwicklungsperspektiven äußerst ungünstig. Die Förderprogramme des Landes bis 2007 sind faktisch zu 100 % ausgereizt und auch die DB Station & Service AG ist kaum in der Lage, erforderliche Eigenmittel einzubringen. Gerade mittlerweile sehr weit vorangeschrittenen Planungen einiger Städte wie in Olsberg und Iserlohn stehen damit vor erheblichen Problemen.

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