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Prignitzer Eisenbahn gewinnt Ausschreibung

Prignitzer Eisenbahn gewinnt Ausschreibung der Westmünsterland-Bahn von Dortmund über Lünen und Coesfeld nach Enschede

Nachdem die Zweckverbände im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, im Münsterland und im Raum Ruhr-Lippe am 02. sowie 04. Dezember 2002 über die Vergabe von Betriebsleistungen auf der Schiene im Sauerland-Netz, der Westmünsterland-Bahn und der Haardtachse ihre Beschlüsse getroffen haben, sind die Vergabeentscheidungen in diesen Teilnetzen gefallen. Das Verfahren zur Westmünsterland-Bahn von Dortmund über Lünen und Coesfeld nach Enschede gewinnt die Prignitzer Eisenbahn GmbH.

Nach einem aufwändigen Ausschreibungsverfahren mit den drei Zweckverbänden sowie den niederländischen Partnern hat der Bieter mit dem qualitativ und wirtschaftlich günstigstem Angebot den Zuschlag erhalten. Das Unternehmen wird mit neuen Fahrzeugen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 den Betrieb aufnehmen.

Im Raum Ruhr-Lippe ist die Prignitzer Eisenbahn GmbH aus Brandenburg ein neues Verkehrsunternehmen, das bereits einige Ausschreibungen im Ruhrgebiet, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gewonnen hat. In Kürze wird dieses Unternehmen im Oberhausener Netz den Betrieb der RB 36 und RB 44 aufnehmen. Es konnte sich gegen drei weitere Bewerber durchsetzen.

Die Westmünsterland-Bahn wird mit einem Gesamtvolumen von rund 1,15 Millionen Zugkilometer für sieben Jahre bis zum Jahr 2011 vergeben. Eingesetzt werden sollen zehn fabrikneue Dieselfahrzeuge. Auch der Pendelbetrieb von Dortmund nach Lünen wird dann auf Dieseltriebwagen umgestellt. Die Fahrzeuge erhalten eine Videoüberwachung, um die Sicherheit zu erhöhen. Außerdem wird es spezielle Serviceangebote wie zum Beispiel einen Zeitungsservice, Taxiruf, Regenschirmverkauf und zum Teil auch ein Catering-Konzept durch das Begleitpersonal geben. Das heutige Fahrplanangebot als durchgehender Stundentakt bleibt vorerst bestehen. Die Fahrgäste aus Lünen und Selm erhalten somit endlich den erwarteten Qualitätssprung im Bahnverkehr.

Der ZRL zieht eine positive Bilanz aus beiden Wettbewerbsverfahren, da insbesondere neue Qualitäten für den Betrieb und für den Fahrgastservice in den Nebenbahn-Netzen erreicht werden konnten. Deshalb wird es auch weitere Ausschreibungsverfahren im Raum Ruhr-Lippe geben, um den schon bestehenden Fahrgastzuspruch noch zu erweitern.

Vor der endgültigen Zuschlagserteilung an den "Gewinner" ist jedoch noch eine zweiwöchige Frist abzuwarten, in der allen im Verfahren unterlegenen Bietern die Möglichkeit eingeräumt wird, durch einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer die Rechtmäßigkeit der Vergabeentscheidung überprüfen zu lassen.

Fahrplan- und Tarifauskunft

Ansprechpartner

Zweckverband Ruhr-Lippe

Uli Beele
Friedrich-Ebert-Straße 19
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Telefax: 02303 25316-99
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