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Rubrikgrafik Aktuelles

Das Leistungsangebot auf der Schiene

Das Leistungsangebot auf der Schiene

Im Jahr 2001 gab es neben dem eigentlichen Fahrplanwechsel im Juni noch zwei weitere Fahrplanänderungen. Einen "kleinen Fahrplanwechsel" im September und bedingt durch die Reaktivierung der Strecke von Gronau nach Enschede im November eine Verlängerung des Laufweges der RB 50, Westmünsterland-Bahn.

 

Seit Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001

Wichtigste Änderung zum Fahrplanwechsel im Juni war die Einführung der neuen Fahrplankonzeption auf der Ruhr-Sieg-Strecke (Siegen – Hagen), die aufgrund des Wegfalls der InterRegio-Linie 22 notwendig geworden war. Der neue RE 16, Ruhr-Sieg-Express, fährt stündlich in der Relation Essen – Hagen – Siegen (– Au). Zusätzlich fährt zweistündlich die RB 91, Ruhr-Sieg-Bahn. Alle Anschlüsse in Hagen blieben weitgehend erhalten. In Siegen bestehen Umsteigemöglichkeiten Richtung Frankfurt. Zwischen Hagen und Iserlohn verkehren zudem die RB 58 sowie der Pendel Letmathe – Iserlohn jeweils stündlich. In Letmathe besteht von und zum Pendel Anschluss in und aus Richtung Siegen.

Weitere größere Änderungen im Fahrplan, die vom ZRL bestellt worden sind, waren die Schließung der Taktlücken am Sonntagmorgen (drei zusätzliche Zugpaare) auf der RB 52, Volmetal-Bahn, sowie das Schließen von Taktlücken im Wochenendverkehr auf dem RE 4 zwischen Hagen und Hamm. Bönen ist seit Juni nunmehr täglicher Regelhalt aller Züge des RE 4 (bisher hielt nur jeder zweite RE 4). Ferner wurde der Abendverkehr Hamm – Münster neu geordnet. Kleinere Anpassungen gab es auf der Hellwegstrecke und zwischen Hagen und Hamm.

 

Seit dem kleinen Fahrplanwechsel am 23. September 2001 

Im September startete der neue RE 57, Dortmund-Sauerland-Express, die neue regelmäßige Direktverbindung zwischen Dortmund und Winterberg. Montags bis freitags in zweistündlichem Rhythmus, ergänzt durch sieben zusätzliche Zugpaare morgens und abends, werden das Ballungszentrum Ruhrgebiet und die Naherholungsregion Sauerland miteinander verbunden. Durch die Nutzung der "Schwerter Kurve", einer Direktverbindung zwischen Fröndenberg und Dortmund, wird das bis dahin erforderliche Umsteigen in Schwerte überflüssig und eine deutliche Verkürzung der Fahrtzeiten erreicht (zum Beispiel Dortmund – Winterberg um 29 Minuten schneller). Von Bestwig nach Winterberg verkehrt der Zug montags bis freitags jedoch nur noch alle zwei Stunden. Am Wochenende verkehren samstags zwei Zugpaare nach Dortmund und nach Winterberg, sonntags zwei Zugpaare nach Winterberg.

Darüber hinaus wurde an den Wochenenden das Zugangebot auf der Oberen Ruhrtalbahn nach Willingen aufgrund des inzwischen saisonunabhängigen starken Clubreiseverkehrs freitags (drei Züge mehr) und sonntags (Halbstundentakt nachmittags ab Willingen) verstärkt.

 

Seit 18. November 2001

Auf Bestreben des Zweckverbands Münsterland verkehrt seit der Eröffnung des reaktivierten Abschnitts von Gronau nach Enschede die RB 51, Westmünsterland-Bahn, Dortmund – Lünen – Gronau, nun täglich bis ins niederländische Enschede.

 

Ab 15. Dezember 2002 zweite Stufe des Integralen Taktfahrplans

Die Planungen der zweiten Stufe des landesweiten Integralen Taktfahrplans (ITF) orientieren sich an der Inbetriebnahme der Neubaustrecke (NBS) von Köln nach Frankfurt, die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2002 nach einem Vorlaufbetrieb im Sommerfahrplan eröffnet werden soll. Die neuen Fahrlagen der über die NBS verkehrenden InterCityExpress-Züge (ICE) ergeben für den gesamten Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen (NRW) aus dem Knoten Köln Hbf heraus neue Fahrzeiten, die sich bis Hamm, Münster, Bielefeld und Paderborn auswirken. Ferner wird der über die Wupperstrecke fahrende Flügelzug der ICE-Linie 10 (Bonn – Köln – Wuppertal – Hagen – Hamm) zukünftig stündlich statt bisher zweistündlich verkehren.

Die grundlegenden Änderungen im Fernverkehr haben auch auf den Regionalverkehr Auswirkungen: Neue Fahrlagen führen zu veränderten Anschlüssen in den Knoten. Um die Anschlussqualität zu wahren und um die RegionalExpress-Linien im Ballungsraum deutlicher vom Produkt RegionalBahn abzugrenzen, wurden auf nachfragestarken Hauptstrecken im Zulauf auf Düsseldorf und Köln der Takt verdichtet.

 

Finanzielle Rahmenbedingungen für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen

Das hier dargestellte Leistungsangebot des ITF 2 zeigt den aktuellen Stand der Diskussion auf. Nachdem sich auch auf Bundesebene abzeichnete, wie viele Mittel für den Schienenpersonennahverkehr für NRW zur Verfügung stehen könnten, ist die zweite Stufe des ITF auf eine Zugkilometer-Zahl von 87 auf 98 Millionen Zugkilometern (Zkm) ausgerichtet worden. Die zusätzlichen 11 Millionen Zkm sollen nach den bisherigen Überlegungen aus den Mitteln des § 8 (2) finanziert werden. Alle Planungen stehen jedoch unter dem Finanzierungsvorbehalt. Die auch öffentlich geführte Diskussion um die Höhe und die Verteilung der aufgrund der Umsatzsteuerentwicklung rückläufigen Bundesregionalisierungsmittel kann hier gegebenenfalls neue Rahmenbedingungen schaffen. Das Zkm-Angebot im Raum Ruhr-Lippe soll mit dem ITF 2 um 1,55 Millionen auf circa 10,5 Millionen Zkm erhöht werden (Steigerung um circa 15 %).

 

Die wichtigsten Änderungen für den Raum Ruhr-Lippe

  • Im ZRL sind nach bisherigen Planungen Mehrkilometer für den zusätzlichen RE Düsseldorf – Dortmund – Hamm – Paderborn, der den IR 20 zum Stundentakt ergänzt, vorgesehen, Halte im ZRL wie IR;
  • die Verdichtung der RB 91 zwischen Hagen und Finnentrop zum Stundentakt (bisher nur Zweistundentakt mit Verdichtern in der Hauptverkehrszeit);
  • die Taktverdichtung der Linie RE 57 zwischen Dortmund und Bestwig zum Stundentakt;
  • für den Halbstundentakt Münster – Paderborn ist die Neuordnung der Produkte RE und RB vorgesehen: Eine RB wird von Münster aus in Hamm jeweils nach Bielefeld und Warburg geflügelt sowie Halbstundentakt der RB 59 Dortmund – Soest mit Anschluss von und nach Paderborn.

Ferner sind im ITF 2 schon Zkm für die ab Ende 2003 beziehungsweise Anfang 2004 geplante durchgehende Reaktivierung der Strecke (Lüdenscheid –) Brügge – Gummersbach (– Köln) reserviert.

 

Sonderverkehre bei Veranstaltungen und vor Weihnachten

Um auf die Nachfragespitzen zu reagieren wurde 2001 vom ZRL zu folgenden Ereignissen der Zugverkehr zum Teil deutlich ausgeweitet:

  • Menden a la Carte im August 2001: Ausweitung des Regelverkehr im Hönnetal bis 23:30 Uhr;
  • Allerheiligenkirmes Soest im November 2001: Angebotsausweitung mittwochs bis sonntags auf allen Strecken um Soest zum durchgehenden Halbstundentakt bis 2 Uhr beziehungsweise Sonntag bis 23 Uhr. Allein von Freitagabend, 21 Uhr bis Samstagmorgen, 2 Uhr circa 5.000 Fahrgäste;
  • Advent in Dezember 2001: Verdichtung zum Stundentakt auf der RB 51, Westmünsterland-Bahn; sonntags sowie verdichtet an Samstagen zum Halbstundentakt in den Relationen Schwerte – Dortmund mit zehn zusätzlichen Zugpaaren und Siegen – Hagen mit acht zusätzlichen Zügen;
  • Weltcup-Skispringen Willingen im Januar 2002: Angebotsausweitung an Samstagen und Sonntagen auf der Oberen Ruhrtalbahn mit 14 Zügen zusätzlich, sowie Sonderfahrplan Brilon Wald – Willingen und kurzfristige Reaktivierung Brilon Stadt – Brilon Wald mit vier Zügen pro Tag. Je Tag circa 10.000 Fahrgäste.

Fahrplan- und Tarifauskunft

Ansprechpartner

Zweckverband Ruhr-Lippe

Uli Beele
Friedrich-Ebert-Straße 19
59425 Unna
Telefon: 02303 25316-12
Telefax: 02303 25316-99
E-Mail: beele@zrl.de