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Schlechte Noten für die DB AG

Schlechte Noten für die Deutsche Bahn AG

Für das Jahr 2001 haben sich die Pünktlichkeitswerte bei der Deutschen Bahn AG gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf nunmehr 89,5 Prozent verschlechtert. Dies ist der bisher schlechteste gemessene Jahreswert.
Die Hauptursachen für die Verspätungen liegen bei der zum Teil nicht ausreichend leistungsfähigen Gleisinfrastruktur und bei den durch Fahrzeugdefekte und Zugausfällen verursachten Folgeverspätungen.

Die Analyse der Pünktlichkeit der einzelnen Linien zeigt hierbei deutlich, dass insbesondere Linien, die zum Beispiel durch den hochbelasteten Knoten Köln oder über die auch mit hohem Fernverkehrsanteil gemischten Strecken durch das zentrale Ruhrgebiet (Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund) beziehungsweise über die Strecke Dortmund – Hamm verkehren, die schlechtesten Pünktlichkeitswerte aufweisen.

Immer deutlicher zeigen sich darüber hinaus auch die Grenzen der Leistungsfähigkeit auf den Nahverkehrsstrecken in der westlichen Einfahrt und im Kopfbahnhof von Dortmund Hauptbahnhof. Bis zu acht Züge pro Stunde und Richtung müssen sich hier auf circa 1,5 km ein Gleis teilen. Schon bei geringen Verspätungen gerät hier der Fahrplan anderer Linien aus dem Lot.

Insbesondere bei Fußballspielen im Westfalenstadion stößt das System an seine Grenzen. Netzweite Verspätungen bis zu 30 Minuten bis hin zu Zugausfällen in der Region sind die Folge.

Hier ist die Infrastruktur weder für die WM 2006 noch für die zu erwartenden Wachstumsimpulse (Zu- und Abbringerverkehre Metrorapid, neuer Hauptbahnhof Dortmund) der dort verkehrenden Linien entsprechend gerüstet.

 

Zugausfälle

Insgesamt gesehen sind 2001 im ZRL 45.166 Zugkilometer (Zkm), welche 3.764 Zkm pro Monat entsprechen) bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) ausgefallen. Damit stagniert die Entwicklung seit 1999 auf etwa gleicher Höhe. Bei circa neun Millionen bestellten Zkm bei der DB AG sind 2001 insgesamt ca. 0,5 % ausgefallen, bei der Dortmund-Märkischen Eisenbahn: 0,26 %. Nur circa ein Drittel aller Zugausfälle sind Fremdverschulden (wie zum Beispiel Selbstmorde, Unfälle oder defekte Bahnübergänge). Hauptursachen für Zugausfälle im ZRL waren wie auch im Vorjahr Fahrzeugschäden aller Art. Hiervon sind leider zu geringem Anteil auch Neufahrzeuge betroffen.

Auch wenn Iserlohn wie im Vorjahr örtlicher Schwerpunkt im Bezug auf die Zugausfälle war, hat es hier mit der Einführung der neuen sprintstarken Elektrotriebwagen (Baureihe ET 426) und durch die neue Linienführung eine deutliche Verbesserung gegeben. Während es noch im ersten Halbjahr beim Pendel Letmathe – Iserlohn aufgrund von Verspätungen bei Vorleistungen immer wieder zu Zugausfällen kam, verkehrt dieser Zug inzwischen sehr zuverlässig.

 

Sitzplatzausfälle

Um Sitzplatzausfälle zu verhindern, ist im Verkehrsvertrag sowie zum Teil in Sondervereinbarungen mit der DB AG die Mindestanzahl der Waggons und Triebwagen je Linie festgehalten.

Durch eine Häufung von Fahrzeugschäden kam es 2001 insbesondere im Dieselnetz zu zum Teil deutlichen Kapazitätsengpässen, da Züge oftmals mit deutlich zu geringer Sitzplatzanzahl verkehrten.

So mussten zum Beispiel auf der Hönnetalbahn im Schülerverkehr dadurch eine Zeit lang parallele Busse verkehren, um Engpässe zu verhindern. Auch auf der Oberen Ruhr kam es durch Fahrzeugausfälle zu einem zum Teil zu geringen Sitzplatzangebot in den Zügen, mit der Folge dass zum Beispiel am zweiten Adventssamstag in Richtung Dortmund zahlreiche Fahrgäste wegen überfüllter Züge zunächst an den Bahnsteigen zurückbleiben mussten.

Hier gilt, in der Ausgestaltung zukünftiger Verkehrsverträge vergleichbare Missstände wirksam zu verhindern.

Fahrplan- und Tarifauskunft

Ansprechpartner

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