Nahverkehrsplan 2007 Ruhr-Lippe
Die aktuellen Entwicklungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) werden mit großer Aufmerksamkeit in der gesamten Bundesrepublik verfolgt. Nach dem Inkrafttreten des neuen ÖPNV-Gesetzes NRW zum I. Januar 2008 gründet der Zweckverband Ruhr-Lippe zusammen mit den vier anderen westfälischen Zweckverbänden den Dach-Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).
Die neuen Strukturen in Westfalen, mit der dezentralen Aufgabenwahrnehmung seitens der bestehenden Zweckverbände einerseits und der Bündelung von überregionalen Themenfeldern andererseits, stellen sicher, dass die Nähe zu den Fahrgästen und der Öffentlichkeit in den Regionen erhalten bleibt. Der Zweckverband Ruhr-Lippe als größter westfälischer Zweckverband möchte mit der Fortschreibung seines Nahverkehrsplanes eine wichtige Grundlagenarbeit für die Aufstellung des ersten Nahverkehrsplanes des neuen Dach-Zweckverbandes NWL schaffen, um den Gesamtraum mit Blick auf die vorgesehene Revision des ÖPNV-Gesetzes im Jahre 2010 entscheidungs- und handlungsfähig aufzustellen.
Mit dem zweiten Nahverkehrsplan können die großen Erfolge in der Entwicklung des SPNV in der Region Ruhr-Lippe dokumentiert werden. Die Leistungsangebotsausweitung um über 40 % seit 1997, die Schaffung des Ruhr-Lippe-Tarifes für Bus und Bahn mit großzügigen Übergängen zu den Nachbarräumen, die Modernisierungsmaßnahmen im Infrastrukturbereich der Bahnhöfe und im Bahnhofsumfeld haben insgesamt zu einer Fahrgaststeigerung von über 50 % geführt. Wachsende ökologische Probleme sowie die ökonomischen Zwänge - Bezahlbarkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch die Nutzer und die Finanzierung des ÖPNV durch die öffentliche Hand - erfordern einerseits einen wirtschaftlich optimierten SPNV, andererseits aber auch ein transparentes und regelmäßig verfügbares Angebot im Taktverkehr im gesamten ÖPNV. Der zweite Nahverkehrsplan unterstreicht die Bedeutung des SPNV für die Zukunft.
Letztendlich werden hiermit tragfähige Konzepte für die Zukunft erarbeitet, um wichtige Zeichen bezüglich der planerischen Gestaltung der Verkehre, auch weit über die Grenzen hinaus, zu setzen. Diese reichen von den Zielplanungen des Landes NRW (Landesweites Netz und Rhein-Ruhr-Express) bis hin zu den zentralen wichtigen Infrastrukturprojekten an den Hauptstrecken und Knotenbahnhöfen. Vor dem Hintergrund der Mittelkürzungen des Bundes besteht Bedarf, optimale Lösungen für die Sicherstellung eines leistungsfähigen Verkehrsangebotes sowie die Sicherung und den Ausbau der Bahnhofs- und Schieneninfrastruktur zu finden.
Unna, im Dezember 2007
Winfried Stork
Verbandsvorsteher Zweckverband Ruhr-Lippe (1999-2011)
Weitere Informationen zum Herunterladen:
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Nahverkehrsplan 2007 Ruhr-Lippe (Gesamt)
Kurzfassung, Langfassung, Karten und Anlagen
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